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Erfolgreiche WCDF-Weltmeisterschaft für niedersächsische Tänzer in Kalkar

Sebastian Damp ist Weltmeister, Alexandra Kamenev zweifache Weltmeisterin, Andrea Osterloh ist Vizeweltmeisterin und Sarah Fröhlich mit Sebastian Damp sind Weltmeister im Paartanz.

Foto: privat, v.l.n.r.: Andrea Osterloh, Alexandra Kamenev, Sarah Fröhlich, Sebastian Damp

 

Einige Country Western Turniertänzer aus Niedersachsen beendeten ihr Turnierjahr bei der Weltmeisterschaft der World Country Dance Federation (WCDF), der nach eigenen Angaben weltweit größten Organisation für den Country Westerntanz.

An der Weltmeisterschaft am Niederrhein vom 26.12.2019 bis 31.12.2019 nahmen kurz vor dem Jahreswechsel rund 380 Aktive aus 32 Nationen teil und kämpften vier Tage lang in den verschiedenen Wertungsklassen um den Sieg. „Es war das erwartete Riesenevent“, berichteten Osterloh, Fröhlich, Damp und Kamenev. „Schon die Eröffnungsfeier hatte Olympiafeeling.“ Alle Teilnehmer marschierten hinter ihren Fahnenträgern in die Halle ein, anschließend wurden die Nationalhymnen gespielt. „Für alle Teilnehmer, Trainer und Begleiter war das Gänsehaut pur.“

Bei den Linedance-Wettkämpfen müssen die Teilnehmer in sechs Tänzen feste, vorgeschriebene Choreografien zeigen. Dabei wird nicht nur die Tanztechnik und Musikalität bewertet, sondern auch die jeweils individuelle Körpersprache und Ausstrahlung.

Jetzt haben die Linedance-Sportler des VfL-Sittensen e.V. und des TC Contrast Hannover e.V. Weltmeister und eine Vizeweltmeisterin in ihren Reihen: Bei der Weltmeisterschaft haben Sebastian Damp und Sarah Fröhlich den Weltmeistertitel im Paartanz errungen. Im Linedance wurden Sebastian Damp und Alexandra Kamenev Weltmeister und Andrea Osterloh Vizeweltmeisterin in ihren jeweiligen Alters- und Leistungsklassen. Alexandra Kamenev holte sich außerdem in der Kategorie Profi-Amateur (Pro-Am) den Weltmeistertitel.

Für das Jahr 2019 hatte Sebastian Damp sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt – den Aufstieg von der Leistungsklasse Intermediate in die Leistungsklasse Advanced bei der World Country Dance Federation. Diesen Wunsch hat er sich mit dem Weltmeistertitel erfüllt. „Ich habe mich riesig gefreut und bin mega erleichtert, endlich habe ich es geschafft“. Für Damp bedeutet der Aufstieg jedoch auch gleich eine neue Herausforderung, gilt es nun statt mit 6 Tänzen gleich mit 12 Tänzen anzutreten, von denen 6 selbst choreografiert werden müssen. Wenn er auch in der neuen Leistungsklasse Siege verzeichnet, steht am Ende der Titel Megastar, die höchste Auszeichnung im Linedance Turniersport.

Sarah Fröhlich ist nach einer Turnierpause erst 2019 wieder in den Linedance Wettkampf eingestiegen und konnte sich über die benötigten Qualifikationsturniere das Ticket zur Teilnahme an der Weltmeisterschaft sichern. Für eine Platzierung unter den ersten fünf hat es zwar noch nicht gereicht, aber „Ich bin mit meiner Rückkehr in das Turniergeschehen sehr zufrieden“ so Sarah Fröhlich. Besondere Freude bereitet ihr, dass sie nun mit ihrem Partner Sebastian auch im Paartanz antritt und dort bereits Erfolge feiern konnte.

Die Klein Meckelserin Andrea Osterloh, die persönlich 2019 als ihr bestes Jahr im Linedance bezeichnet, legte den Grundstein für den Titel der Vizeweltmeisterin im vergangenen Jahr mit den beiden ersten Plätzen bei den “German Summer Classics“ und den “ Belgian Country Western Dance Championships“. Nach dem Sieg bei den German Summer Classics am 28. Juli war der lang ersehnte Aufstieg in die nächste Leistungsklasse “Novice“ geschafft, dafür habe ich 5 Jahre hart an mir gearbeitet. „Ein großer Dank geht dafür natürlich an meine Trainer Susanne und Willy Fröhlich - ohne eure Unterstützung hätte ich das alleine nicht erreichen können“. „Was für ein Jahr“, resumiert Osterloh, „ob ich das jemals wieder werde erreichen können? Ich freue mich rießig über diesen Jahresabschluss, aber in der Leistungsklasse Novice starte ich wieder von vorn - das werde ich nicht unterschätzen, trotz Titel als Vizeweltmeister.“

Für Alexandra Kamenev war es nicht die erste Weltmeisterschaft und soll es auch nicht die Letzte sein. Mit 6 Jahren war sie auf ihrer ersten Weltmeisterschaft des WCDF und insgesamt nun schon vier Mal Teil dieses großen Wettbewerbs. Dieses Jahr startete Alexandra zum ersten Mal in der Kategorie Pro-Am und holte sich mit dem Linedance Star Roy Verdonk den Weltmeistertitel. In der Pro-Am Division tanzt ein Profi, hier Roy Verdonk, als Paar mit einem Amateur, in diesem Fall Alexandra Kamenev, gegen andere Pro-Am Paare.

Alles in allem war es eine grandiose Veranstaltung, die Appetit auf noch mehr macht. Andrea Osterloh, Sarah Fröhlich, Alexandra Kamenev und Sebastian Damp wollen auch 2020 wieder bei einigen großen Turnieren dabei sein und sich in ihren zum Teil neuen Leistungsklassen bewähren. Wann die nächsten Turniere nun wieder stattfinden können ist noch fraglich. Alle vier bereiten sich so gut es geht auf die noch nicht abgesagten Turniere vor. Derzeit alleine an der frischen Luft, wenn es passt im Wohnzimmer oder wenigstens mental in den eigenen vier Wänden. Alexandra vermisst die Tanzturniere sehr und freut sich schon auf ein Wiedersehen.

Bericht (c) Susanne Fröhlich